14. Dresdner Fechtschul

Vergangenes Wochenende fand die 14. Dresdner Fechtschul statt, dieses Mal wieder in einer Halle in der Nähe des Hauptbahnhofs, sodass die Anreise trotz des Dresden-Marathons einfacher als letztes Jahr war.
Beim offenen Langschwert-Turnier wurden vier Pools gebildet, die laut HEMA Ratings wie letztes Jahr unterschiedlich stark waren. Pool 1 hatte einen Mittelwert von 1099 mit einer Standardabweichung von 272, Pool 2 einen Mittelwert von 1352 mit einer Standardabweichung von 142, Pool 3 einen Mittelwert von 1341 mit einer Standardabweichung von 99 und Pool 4 einen Mittelwert von 1311 mit einer Standardabweichung von 342. Pool 1 und 4 waren also deutlich unausgeglichener. Im Pool 1 gab es eine Person mit einem Rating von fast 1600 und der Rest hatte ein Rating um 1000 oder noch keins. Im Pool 4 war die Streuung noch stärker mit dem höchsten Rating im Turnier von über 1700, weiteren um die 1500 und außerdem noch welche mit unter 900.
Es wurde nach dem Freyfechter-Regelwerk gefochten, allerdings ohne die Bestrafung von offenen Doppeltreffern. Es gab meiner Ansicht nach recht viele davon, möglicherweise hätte das dagegen geholfen.
In meinem Pool gabe es starken Unmut über die Schiedsrichterentscheidungen. Ich kann verstehen, wenn man Entscheidungen anders sieht, und ich habe auch die eine oder andere Entscheidung nicht so gesehen, aber in der Vehemenz fand ich die Kritik nicht angebracht. Um die Situation zu entschärfen, wurden die Schiedsrichter ausgetauscht, noch während die Poolphase lief.
Im Anschluss konnte sich noch im Studentenclub Traumtänzer in mittelalterlichem Ambiente bei einem Met ausgetauscht werden.
Dieses Mal war am nächsten Tag mit dem Säbelschlag auch ein offenes und ein Frauen+-Säbel-Turnier Teil der Fechtschul. Beim Frauen+-Turnier wurden dabei wegen der geringen Teilnehmendenanzahl keine Pools gebildet, sondern zweimal jeder gegen jeden gefochten. Im Anschluss gab es entsprechend der Zwischenplatzierungen ein kleines Finale und ein Finale.
Als Preise gab es übrigens Duschzeug in den Vereinsfarben mit eigens gestalteten Etiketten, wie oben im Bild zu sehen ist.
Die Ergebnisse der Turniere können im Detail auf HEMA Scorecard eingesehen werden.