Vergangenes Wochenende fand die diesjährige Symphony of Steel statt.

Im Vorfeld wurde besonders auf die Ausrüstungsvorgaben hingewiesen und die Regeln betonen, dass Wert auf Ringen am Schwert gelegt wird, es eine Nachschlagzeit gibt und Schläge zu empfindlichen Stellen keine verbotenen Aktionen sind, da sie auch vom Verteidiger beeinflusst werden. Daher habe ich ein rücksichtsloses Fechten erwartet und so ähnlich ist es dann auch geworden.

Ringen am Schwert habe ich nicht gesehen, aber der Nachschlag wurde stark genutzt. Die Nachschlagzeit war mit 0,3 Sekunden nachdem ein Kampfrichter eine Taste gedrückt hat recht lang. Dazu kommt dann noch die Reaktionszeit der Schiedsrichter und somit konnte die Zeit bis zum Stopp noch für mehrere Aktionen reichen. Außerdem zählt der Nachschlag gleich viel wie der initiale Treffer. Daher war es, sobald man einen Treffer erhalten hat, meist vorteilhaft selber ohne Deckung reinzugehen und noch zu versuchen ebenfalls einen Treffer zu setzen, da man nichts mehr zu verlieren hatte. Das hat dazu geführt, dass es viele harte Doppeltreffer gab und einige Kühlpacks gebraucht wurden. So waren vor allem Twerhaue effektiv, da man mit den Armen (eine Wunde) die Trefferzone für zwei Wunden abdeckt und man selber die Trefferzone für zwei Wunden angreift. So war das Finale im Open ziemlich hässlich: Beide decken sich mit Twerhauen ein und wer es schafft mit seinen Armen zu blocken und selber auf den Kopf zu schlagen gewinnt. Nach vier Gängen war es so vorbei.

Positiv am Regelwerk war aber, dass die Schiedsrichterentscheidungen sehr schnell möglich waren und durch den Verzicht auf einen Videobeweis wurde auch da viel Zeit gespart. Durch die schnelle Durchführung der Gefechte gab es das gegenteilige Problem zu anderen Turnieren: der Zeitplan konnte nicht eingehalten werden, weil die Slots zu früh fertig geworden sind.

Die Ergebnisse der Turniere wurde noch nicht hochgeladen, aber sollten demnächst veröffentlicht werden.

Außerdem gab es Stände von HEMA Hell Apparel und Sigi Forge vor Ort.

Im Anschluss konnte sich noch im Wilden Mann ausgetauscht werden.